Beschäftigung

Darf ich eine Arbeit aufnehmen?

Anerkannte Asylbewerber dürfen unbeschränkt eine reguläre Beschäftigung und Zeitarbeit aufnehmen. Personen mit einer Aufenthaltsgestattung oder Duldung müssen dafür in der Regel eine Genehmigung der Ausländerbehörde und ggfs. der Bundesagentur für Arbeit für eine konkrete Stelle beantragen. Work for Refugees unterstützt bei der Antragstellung.

 

Einen Überblick über die verschiedenen Aufenthaltstitel von Geflüchteten und ihren jeweiligen Rechten in Deutschland finden Sie in einer Übersicht des BAMF.

 

Wie werde ich entlohnt?

Für Geflüchtete gelten die gleichen Regelungen zur Entlohnung der Beschäftigung wie für alle anderen Arbeitnehmer.

Der Arbeitgeber muss Ihre Arbeit bezahlen. Grundsätzlich gilt der allgemeine gesetzliche Mindestlohn von 8,84 € pro Arbeitsstunde. In vielen Branchen gelten aber höhere Mindestlöhne. Der Arbeitsvertrag ist ein gegenseitiger Vertrag: Die Arbeitgeberseite zahlt den Lohn, wenn Sie Ihre Arbeit erbringen.

Findet die Beschäftigung  an Sonn- oder Feiertagen oder nachts statt, so erhält der Arbeitnehmer Zulagen.

Brutto- vs. Nettogehalt

Der Arbeitgeber bezahlt ein Bruttoarbeitsentgelt, das Beiträge zur Lohnsteuer sowie Sozialversicherung beinhaltet. Aus diesem Grund ist die Höhe Ihrer tatsächlichen Einnahmen niedriger, als Ihr vereinbarter Verdienst.

Wie viel Sie am Ende bekommen, ist nicht leicht nachvollziehbar, da es von vielen verschiedenen Faktoren abhängt:  die Steuerklasse, das Bundesland, das Abrechnungsjahr, etc. Anhand der vielfältigen Brutto-Netto-Rechner, die im Internet zur Verfügung stehen, können Sie ihre tatsächliche Vergütung berechnen.

 

Habe ich Recht auf Urlaub?

Sie haben in jedem Kalenderjahr Anspruch auf bezahlten Urlaub. Die gesetzliche Mindesturlaubsdauer beträgt 24 Werktage (Montag-Samstag). Wenn Sie weniger als sechs Tage die Woche arbeiten, haben Sie weniger Anspruch auf Urlaubstage.

 

Arbeitszeit und Pausen

Laut dem Gesetz arbeitet man grundsätzlich 8 Stunden pro Tag. Die tägliche Arbeitszeit kann aber unter bestimmten Voraussetzungen auf bis zu 10 Stunden ausgeweitet werden, wenn innerhalb von 24 Wochen die werktägliche Arbeitszeit von 8 Stunden im Durchschnitt nicht überschritten wird. Wenn Sie mehr als 6 Stunden arbeiten, haben Sie einen Anspruch auf mindestens 30 Minuten Pause. Wenn Sie mehr als 9 Stunden arbeiten, beträgt die Pausenzeit 45 Minuten.

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